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Junge Väter, die bloggen

Juli 26th, 2009 · 1 Kommentar

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Ich wurde mit 28 Vater und bin – was so mein Umfeld angeht – früh dran. Ich denke, dass das Allgemein so ist, dass man sich eher Zeit lässt mit dem Kinder kriegen, das Durchschnittsalter für erstgebärende Mütter liegt, laut Statistischem Bundesamt knapp unter 30 Jahren (für Männer sind Statistiken solcher Art schwer aufzutreiben).

Die Sachlage ist offensichtlich: Da man ja heutzutage ziemlich gut planen kann, wann dann ein Kind kommen soll, finden sich natürlich immer schlagkräftige Gründe, die einem sagen, warum man denn lieber kein Kind machen sollte. Natürlich hat jeder mitbekommen, dass so ein Kind ein großer Einschnitt in das Leben bedeutet. Und vor großen Einschnitten schrecken eben generell die meisten Leute zurück. Ich denke der Zeitgeist unsere Generation – oder das Credo – unserer Generation ist der Erhalt des Status Quo. Mir geht’s super gerade – ich habe mich hier schön eingerichtet und tue eigentlich alles, damit sich das nicht ändert. Wenn sich etwas ändern soll, dann muss das lange geplant sein – es soll mit so vielen Sicherheiten wie möglich versehen sein. Ich sage natürlich nicht, dass wirklich jeder so denkt. Aber ich meine behaupten zu können, dass die Mehrheit in diese Richtung denkt. Dies soll auch nicht als Vorwurf verstanden werden, sondern einfach als Bestandsaufnahme.

Wenn ich nun also meinen Freunden erzählen soll, was ich denn so toll an meinen Kindern finde, dann fällt mir das wirklich schwer. Denn die Dinge, die ich durch meine Kinder erfahre, sind so gar nicht auf der bisherigen Erfahrungsabtausch-Agenda zu finden. Es sind eben nicht Themen von den man im Vornherein weiß – ja das werden sie (die Freunde) gut, interessant, witzig oder beeindruckend finden. Die Begebenheiten, die verstanden werden, sind dann eben die eher stressigen Dinge. Immer früh aufstehen, keine Zeit für sich, verzichten…usw.

Also das Problem ist einfach, dass die einfach nicht verstehen können, was denn nun gut daran ist, weil sie eben keine Kinder haben. Aber dann zu sagen, dass versteht man nur wenn man selbst Kinder hat – finde ich dann auch bescheuert, weil ich solche exklusiven Aussagen scheiße finde. Es ist ja auch nicht so, dass ich irgendwelche Proll-Freunde hätte. Solche Typen, die man leider ziemlich oft bei Geburtsvorbereitungskursen und Kreissaalbesichtigungen trifft. Die dann fragen: „Kann man ins Krankenhaus dann auch eine Fernseher mitnehmen?“. Nein, solche Typen sind das nicht. Es sind gefühlsvolle und intelligente Menschen. Doch trotzdem können sie nicht verstehen, wovon ich rede und was ich fühle. Und genau deshalb soll es nun eine Reihe “junge Väter, die bloggen” entstehen (vielleicht gibt´s auch bald einen eigenen Blog dafür).
Es sollen einfach junge Väter (also Väter, die vor kurzem Vater geworden sind – Alter der Väter ist egal) darstellen, was denn nun so geil daran ist ein Kind zu haben. Was schätzen sie im täglichen Leben daran. Und welche kleinen Begebenheiten machen das eben so wertvoll. Vielleicht kann somit den noch nicht Vätern irgendwie näher gebracht werden, was es denn lohnenswert macht diesen Schritt einfach mal zu gehen und nicht noch 5 oder 10 Jahre darauf zu warten bis dann dieser „etwas fehlt in meinem Leben“-Gedanke erst kommen muss (natürlich gehört auch eine Partnerin dazu, aber hier soll es mal vornehmlich um die Männer gehen).

Also, wer sich angesprochen fühlt und gerne loswerden möchte, warum er es super findet voll gesabbert zu werden und Windeln zu wechseln, soll sich hier auf diesem oder einem anderen Wege melden. Wer mehr Informationen zu dem Thema möchte, kann gerne mal auf der Seite daddyz.de vorbeischauen, hier bloggen auch Väter über alle möglichen Themen, die das Vatersein betreffen, ebenso finden sich viele weiterführende Links zum Thema “Papa sein”.

Tags: Dies & Das

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 PeacY // Jul 26, 2009 at 20:47

    Also, zum Vater-Dasein kann ich noch nichts sagen, aber eine Sache möchte ich aufgreifen (Find ich relativ interessant)

    /Quote:…damit sich das nicht ändert. Wenn sich etwas ändern soll, dann muss das lange geplant sein – es soll mit so vielen Sicherheiten wie möglich versehen sein. /End

    ..=> Und ich dachte Hofsteede sei eine Lüge. :)

    rgds
    P.

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